Homöopathie
Was ist Homöopathie?
Das homöopathische Heilsystem ist im 18. Jahrhundert entstanden und hat sich seither ständig weiter entwickelt. Seit mehr als 200 Jahren beschäftigen sich Homöopathen mit den vererbten Diathesen (Krankheitsneigungen). Was man heute als Genetik bezeichnet, gibt es in der Homöopathie also seit 200 Jahren. Dabei interessiert nicht, auf welchem Genabschnitt eine Information gelagert ist, sondern wie man Menschen mit vererbten Krankheiten heilt.
Die Homöopathie ist (meines Wissens) die einzige Heilrichtung, die ein Gesetzbuch hat. Das ist das „Organon der Heilkunst", geschrieben vom Begründer der Homöopathie, Dr. Friedrich Samuel Hahnemann. Darin sind, auf 291 Paragraphen aufgeteilt, alle Regeln aufgeführt. Obwohl die letzte Auflage des Buches aus dem Jahr 1842 datiert, ist es immer noch vollständig aktuell.
Die wichtigste Regel ist das Ähnlichkeitsprinzip. Eine Krankheit wird mit einer Arznei geheilt, die am Gesunden der Krankheit möglichst ähnliche Symptome erzeugt.
Andere wichtige Regeln sind:
- Die Existenz der Lebenskraft des Menschen, die ihn, wenn sie nicht gestört wird, in gesundem Zustand hält und ihn im Krankheitsfall wieder zur Gesundheit führt, wenn sie richtig unterstützt wird.
- Die Kleinheit der Arzneigabe; viele Jahre später wurde dies von Arndt-Schultz bestätigt: „je kleiner der Reiz desto grösser die Wirkung".
- Die Arznei muss individuell auf die kranke Person abgestimmt sein. Zum Beispiel erhalten drei verschiedene Menschen mit einer Herzinsuffizienz wahrscheinlich drei verschiedene Arzneien, weil die Symptomatik oder auch der Grund für ihre Insuffizienz nicht die gleichen sind.
- Einseitige Krankheiten, das sind die meisten chronischen Krankheiten, weil sie keine oder nur wenige individuelle Symptome haben, benötigen spezielle, auf die Krankheit zugeschnittene Arzneien, bis wieder individuelle Symptomatiken sich zeigen, die dann individueller gewählt werden können.
- Akute und chronische Krankheiten benötigen unterschiedliche Arzneimittel.
Homöopathische Arzneimittel werden hergestellt aus:
- Pflanzen oder Pflanzenteilen
- Mineralien, Metallen
- Tieren und Tierprodukten
- Chemischen Substanzen wie Säuren, Laugen usw.
- Strahlen
- Giften
- Krankheitsprodukten
- Medikamenten
Die Kleinheit der Gabe, in der die Arzneimittel verabreicht werden, versichert, dass sie nicht mehr schädlich für den Organismus sind. Eine homöopathisch angewandte Arznei wird also, wenn sie nicht über längere Zeit eingenommen wird, keine Gesundheitsschäden verursachen können. Wenn sie richtig gewählt ist, wird durch die Arznei aber die Lebenskraft zur Heilung angeregt, so dass Gesundheit entsteht.
Die Arbeit des Homöopathen besteht darin, den Krankheitszustand der Patienten zu erfassen, indem er abklärt, was der Grund für den jetzigen Zustand ist. Dazu sind die Vererbung, die Lebensweise, mögliche Veranlassungen, Unfälle und Schicksalsschläge zu berücksichtigen. Ausserdem sind gute physiologische und pathologische Kenntnisse Voraussetzung. Erst wenn man die ganze Situation erfasst hat, weiss man, was eine Arznei heilen muss. Die Arzneifindung ist dann ebenso Erfahrungssache wie die Ermittlung der Krankheit.
Der Homöopathie stehen ca. 3'500 Arzneimittel zur Verfügung. Die individuelle Arznei sollte also zu finden sein.
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